Beschreibung
Ein namenloser Mann kehrt nach vielen Jahren in seine alte Heimat zurück. Eigentlich führt ihn nur ein Besuch in die Gegend seiner Kindheit, doch etwas zieht ihn zu einem Ort, den er seit Jahrzehnten nicht mehr besucht hat: einem unscheinbaren Teich am Ende einer Straße.
Als Kind hatte seine Freundin Lettie Hempstock diesen Teich einen Ozean genannt. Damals hielt er diese Bezeichnung für eine kindliche Fantasie. Doch nun beginnen längst vergessene Erinnerungen wieder aufzutauchen.
Die Geschichte führt zurück in einen Sommer, in dem der siebenjährige Junge Lettie kennenlernte und mit ihr eine Welt entdeckte, die hinter der vertrauten Realität zu liegen scheint. Ein mysteriöser Tod, ungewöhnliche Ereignisse und eine neue Haushälterin bringen zunehmend Unruhe in sein Leben.
Bald wird deutlich, dass hinter den scheinbar alltäglichen Ereignissen etwas Dunkles und Übernatürliches steckt. Gemeinsam mit Lettie muss der Junge versuchen, mit einer Bedrohung umzugehen, die sich den Regeln seiner normalen Welt entzieht.
Neil Gaiman verbindet in diesem Roman Fantasy, Mystery und düstere Märchenelemente mit einer Geschichte über Kindheit, Erinnerung und die Dinge, die wir im Laufe unseres Lebens vergessen. Dabei entsteht eine ungewöhnlich melancholische und zugleich unheimliche Atmosphäre.
Der Ozean am Ende der Straße ist besonders für Leser interessant, die Fantasy mögen, aber keine klassische epische Fantasy suchen. Gaiman erzählt eine intime, geheimnisvolle Geschichte, in der das Alltägliche und das Übernatürliche immer stärker miteinander verschmelzen. Der Roman wurde unter anderem mit dem Locus Award und dem British National Book Award als bester Roman ausgezeichnet.






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