Beschreibung
Katja und Marcel freuen sich auf ein verlängertes Wochenende. Für ein paar Tage wollen sie dem Alltag entkommen, abschalten und gemeinsam eine kleine Auszeit genießen. Eigentlich könnte der Kurztrip kaum entspannter beginnen.
Doch an einer Raststätte wird ihr Gepäck aus dem Kofferraum gestohlen.
Zunächst scheint das Problem lösbar. Katja hat vorsorglich einen kleinen GPS-Tracker in einen der Koffer gelegt und kann deshalb verfolgen, wohin das gestohlene Gepäck gebracht wird. Auf ihrem Smartphone sieht sie, wie sich der markierte Punkt bewegt.
Gemeinsam folgen Katja und Marcel dem Wagen, in dem sie ihr Gepäck vermuten. Was zunächst wie eine unkomplizierte Möglichkeit aussieht, ihre Sachen zurückzubekommen, entwickelt sich jedoch innerhalb kürzester Zeit zu einer Falle.
Denn jemand hat genau damit gerechnet, dass sie dem Tracker folgen.
Plötzlich befinden sich Katja und Marcel an einem Ort, an den sie niemals hätten gelangen sollen. Ihnen wird klar, dass der Diebstahl kein Zufall war und dass jemand ihren Weg bewusst gelenkt hat.
Doch damit beginnt ihr eigentlicher Albtraum erst.
Während die beiden versuchen herauszufinden, wer hinter der Falle steckt und warum ausgerechnet sie ausgewählt wurden, gerät ihre gesamte Wahrnehmung der Situation ins Wanken. Was wissen sie tatsächlich voneinander? Welche Geheimnisse werden möglicherweise verborgen? Und warum scheint Marcel mit der Situation anders umzugehen, als Katja erwartet?
Arno Strobel baut die Handlung rund um Manipulation, Misstrauen und Kontrollverlust auf. Aus einem harmlosen Wochenendausflug wird ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Grenzen zwischen Zufall und sorgfältig geplantem Vorgehen immer weiter verschwimmen.
Besonders wirkungsvoll ist dabei die Ausgangssituation: Katja und Marcel treffen selbst die Entscheidung, dem gestohlenen Gepäck zu folgen. Erst später erkennen sie, dass genau diese Entscheidung Teil des Plans gewesen sein könnte.
Happy Weekend spielt damit auf eine alltägliche Situation an und verwandelt sie Schritt für Schritt in eine bedrohliche Ausnahmesituation. Der Roman setzt weniger auf klassische Ermittlungsarbeit als auf psychologische Spannung, überraschende Wendungen und die Frage, wie weit ein Mensch manipuliert werden kann, ohne es zunächst zu bemerken.
Der Titel ist damit bewusst ironisch: Aus der geplanten perfekten Auszeit wird für Katja und Marcel der schlimmste Albtraum.






Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.